Walk along the Watarrka

Die letzten zwei Tage haben wir im Watarrka-Nationalpark gecampt. Meinem Eindruck nach sind die Parks in Australien immer sehr ähnlich aufgebaut. Es gibt ein Visitor Center, etwas abseits einen Campground und dann ein paar Wanderwege. Die Auswahl ist hier aber meist beschränkt. Im Fall des Kings Canyon, der hier die Hauptattraktion ist, gibt es einen Rundweg um den Canyon und einen Weg hinein. Wir sind natürlich beide gewandert und es ist wie so oft; der etwas längere und auch steilere Weg bietet dafür um so mehr.

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Dieser Nationalpark gehört auf jeden Fall zu den „Must See“ im australischen Outback.

Entstanden ist der Kings Canyon – die größte Schlucht Australiens – durch einen Fluss, der am Rand des Hochplateaus in Jahrmillionen eine tiefe Furche aus dem Gestein gegraben hat. Da das tiefer gelegene Gestein weniger massiv und damit leichter auszuspülen war, konnte der Fluss die Schlucht an vielen Stellen von unten aushöhlen. Dann brach der Fels darüber und hinterließ dabei diese teilweise völlig glatten fast über hundert Meter hohen Felswände.

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Wir haben die Wanderung sehr genossen und auch mit den Fliegen konnte ich meinen Frieden machen.

Der Campground mitten im Nationalpark hatte zwar keinen Internetempfang zu bieten und wir verzichteten auch bewußt auf eine Power-Site, dafür konnten wir uns aber einen schönen ruhigen Stellplatz suchen. Da es 18 Uhr bereits langsam dunkel wird, haben wir sehr viel Neues über den Sternenhimmel lernen drüfen :-). Während das Southern Cross ja nur auf der Südhalbkugel zu sehen ist, konnten wir neben Jupiter, Saturn und Mond auch einige uns bekannte Sternbilder bei der Wanderung über den Horizont beobachten. Und dann hat auch noch Dingo-Star uns einen Besuch abgestattet, um uns mit seinem Geheule – ähh Gesang – zu erfreuen.

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Bevor wir den Nationalpark in Richtung Alice Springs verließen, besuchten wir am Morgen noch die Kathleens Springs, die leider kein Vergleich zum Tag vorher waren.

Dann ging es erstmal Richtung Süden und Osten, um wieder auf den Stuart Highway zu kommen, welcher uns nach Norden brachte. Unsere Wahl fiel diesmal wieder auf einen Big4, der uns nach drei Tagen Abstinenz mit Strom, Wasser und Internet versorgen sollte.

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Ähnlich wie die KOA in Amerika sind die Big4-Campgrounds in Australien immer wieder unser sicherer Hafen. Nicht nur dass wir hier dank unserer Campervermietung Rabatt bekommen, nein hier gibt es auch alles, was ein verwöhnter Städter so im Outback vermissen könnte. Nach Wäsche waschen und einer Stunde am Pool ging es zum Sonnenuntergang auf die vom Campground organisierte „Wein und Käse Party“. Auf dieser musste man neben seinem Campingstuhl und dem Wein nur seine gute Laune mitbringen. Bei Käse und Cracker mit Blick auf die untergehende Sonne bekam man erklärt, was man in der Umgebung unternehmen könnte.

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4 Kommentare zu „Walk along the Watarrka“

  1. Geht mal nicht zu nah an die Felskante, ist ja schwindeleregend 😅 Tolle Landschaft, ich glaube Australien oder Neuseeland sind jetzt ganz oben auf meiner Wunschliste!

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    1. Nene das ist der Mondaufgang, gut daran zu erkennen dass man Sterne sehen kann 😊. Rot steigt der hier am Horizont auf, nur ist er für das Bild aber viel zu Hell in der Dunkelheit, wenn man auf dem selben Foto auch die Sterne sehen will.

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  2. Das Foto vom Sternenhimmel ist wirklich WOW! – Und die Steinwände sehen glatt wie im Marmorsteinbruch aus. Das Gestein muss richtig hart sein. So etwas habe ich noch nie gesehen.

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