Von Adelaide aus ging es am Montag mit dem Flieger nach Sydney (Flugzeit knapp zwei Stunden). Untergekommen sind wir ziemlich zentral im Stadtteil Darling Harbour. Heute (Dienstag) hatten wir nun den ersten vollen Tag, um die größte Stadt Australiens (ca. fünf Millionen Einwohner) zu erkunden. Wer unsere Reiseblogs in den letzten Jahren verfolgt hat weiß, dass wir dies meist mit einem Aussichtspunkt beginnen. Der Sydney Tower schien uns dafür bestens geeignet.

Es handelt sich dabei um einen 309 Meter hohen Fernsehturm. Die Aussichtsplattform befindet sich in 251 Metern Höhe. Der Turm liegt direkt neben dem Geschäftszentrum. Der Ausblick war grandios.


Weiter ging es dann durch mehrere Parkanlagen sowie den botanischen Garten von Sydney. Neben dem hektischen Zentrum ist diese Anlage der absolute Kontrast mit vielen exotischen Pflanzen (zumindest für Europäer), viel Grün und Ruhe.

Den botanischen Garten kann man kostenlos besuchen. Am nördlichen Ende diese Parks erschien dann das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt.

Wir hatten ja schon am letzten Abend einen Blick darauf, bei Tageslicht und herrlichem Wetter präsentierte sich die Sydney Opera uns nun in ihrer ganzen Schönheit. Ich nehme es vorweg – ich bin von der Architektur dieses Hauses absolut begeistert. Ich bin mir sicher, dass ich diese Meinung mit vielen anderen Menschen dieser Welt teile. Es ist eines der markantesten und berühmtesten Gebäude des 20. Jahrhunderts und bereits in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Eröffnet wurde die Oper im Jahr 1973 nach 14-jähriger Bauzeit und einer Kostensteigerung um den Faktor 14,3!!! Das ist noch mehr als beim Bau der Elbphilharmonie, und auch der Berliner Flughafen hat im Vergleich zur Sydney Opera noch Luft nach oben. 🙂 Ehrgeizig waren insbesondere die statischen Vorstellungen des dänischen Architekten Jørn Utzon. Die unglaubliche Dachkonstruktion verliert ihre Faszination nicht, wenn man sich dem Gebäude nährt. Ganz im Gegenteil, es gibt so viele Raffinessen, geometrische Formen und neue Perspektiven.



Wir setzten dem heute noch eins drauf und schlossen uns einer geführten Tour durch das Innere des Hauses an. Die Formsprache setzt sich im Inneren des Gebäudes fort. In allen drei Dimensionen gibt nirgendwo eine „Linie“, die als Orientierung oder Struktur dienlich ist. Zahlreiche Treppen, schräg verlaufenden Stützen und sich auffächernde Deckenkonstruktionen, die bis zum Boden reichen, lassen auch hier immer wieder neue Perspektiven entstehen. Mehrere Fensterfronten lassen viel Licht ins Innere und geben tolle Ausblicke auf den Hafen.




Wer sich das Gebäude als berühmtes Motiv schon einmal genauer angesehen hat, dem ist aufgefallen, dass es aus zwei nahezu gleichgroßen Teilen besteht. Der westliche etwas größere Teil beherbergt den Konzertzahl. Der östliche Teil ist als Theater mit Bühne und einem Orchestergraben konzipiert, welcher sich zu zwei Dritteln unterhalb der Bühne befindet.

Unter dem höchsten Punkt des sich auffaltenden Daches befindet sich die Bühne bzw. im Konzertsaal das Podium.
Nach dem Besuch des Opernhauses wollten wir weiter die Stadt besichtigen. Eine Hafenrundfahrt ist übrigens unnötig, denn die zahlreichen Fähren, die die entlegensten Punkte der komplexen Hafenanlage ansteuern, bieten eine kostengünstige Alternative. Und auch auf dem Wasser ist der Blick immer wieder fokussiert auf ein Gebäude.

Natürlich gibt es noch so viel mehr zu entdecken, ebenso wie das Opera House ist auch die Harbour Bridge ein berühmtes Fotomotiv.

Diese Brücke habe ich mir übrigens zuvor etwas kleiner vorgestellt. Die Spannweite beträgt ca. 500 Meter und mit einer Breite von 50 Metern (8 Fahrspuren, zwei Gleise, Fuß- und Radweg) zählt sie zu den breitesten Brücken der Welt. Wir haben heute beschlossen, diese Brücke zu Fuß zu überqueren, um noch einmal neue Perspektiven zu erhalten. Im südöstlichen Pylon kann man zudem noch eine Ausstellung über den Bau sowie die Aussichtsplattform auf dem Dach besuchen. Alle vier Pylone dienen übrigens nur der Dekoration und haben keine statische Funktion.



Am Abend besuchten wir noch das Sydney Aquarium in direkter Nachbarschaft zu unserem Hotel. Etwas in die Jahre gekommen ist es dennoch nicht uninteressant und man kann ziemlich große Fische, darunter auch mehrere Haie und Rochen, von unten beobachten.

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