Outback für Einsteiger

Abweichend von unserer eigentlichen Richtung (nordwestlich) haben wir die letzten zwei Tage im Flinders Ranges National Park verbracht. Ca. 150 Kilometer in nordöstliche Richtung von Port Augusta gelegen kann dies schon deutlich als „Outback“ bezeichnet werden.

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Im südlichen Teil des Nationalparks bilden zwei Bergketten ein innenliegendes Becken, welches „Pound“ genannt wird (dieses Wikipedia-Bild zeigt dies sehr gut). In diesem Pound sammelt sich das Wasser der umschließenden Berge und es entstand dadurch ein richtiger Wald, der das komplette Becken ausfüllt.

Am ersten Tag sind wir schon sehr früh angereist und konnten bereits unseren Stellplatz für die nächste Nacht auf einem Natur-Campground beziehen. Wir beschlossen, die Geografie des Parks im Rahmen einer Wanderung zu erkunden. Wir kombinierten zwei Wanderwege (ein Outside- und ein Inside-Trail) zu einem Rundweg, der knapp 20 Kilometer Länge hatte. Bevor es losging stärkten wir uns noch mit einem Frühstück.

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Der Outside-Trail führte, wie der Name es beschreibt, von außen auf die Bergkette. Auf diesem sehr steilen Weg mussten wir ca. 450 Höhenmeter überwinden. Von dem Kamm in ca. 1.000 Metern Höhe führte dann der Inside-Trail durch das innere Becken und durch eine Schlucht wieder zurück zum Campground.

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Die Aussichten vom der Bergkette waren super, die Felsformationen erinnerten uns etwas an den Grampians National Park. Der Inside-Trail durch den Wald war dagegen langweilig. Auch an den zahlreichen Kängurus im Wald haben wir uns mittlerweile satt gesehen. 🙂

Am Abend hatten wir erneut Besuch von diesen „Exemplaren“ und wir überlegten, ob wir die Fleisch-Auswahl unseres Barbecues am Lagerfeuer erweitern sollten.

Das Känguru hatte Glück, denn wir hatten bereits ausreichend Fleisch im Supermarkt gekauft. 🙂

Am nächsten Tag besuchten wir noch eine Stelle mit Felsmalereien der „Hill-People“, wie die Aborigines dieser Gegend genannt werden.

Am Nachmittag setzten wir unsere Reise in nordwestliche Richtung fort. Gleich hinter Port Augusta beginnt der Stuart Highway. Diese Straße ist nach John McDouall Suart benannt, der 1862 als erster Europäer den Kontinent von Süden nach Norden (und zurück) durchquerte. Der Highway verläuft heute, teilweise mit großen Abweichungen, entlang dieser Route.

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Ca. 250 Kilometer sind wir heute diese Strecke nach Norden gefahren, die trockene Landschaft beginnt gleich hinter Port Augusta und ändert sich hinsichtlich der Vegetation kaum. Vereinzelt sind Berge am Horizont zu erkennen. Die Straße verläuft meist schnurgerade und durchschnittlich alle fünf Minuten kam uns ein Fahrzeug entgegen.

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Ca. 100 Kilometer östlich führt parallel der Oodnadatta-Track in Richtung Norden, welcher hinsichtlich der Streckenführung weniger monoton sein soll. Dieser Weg ist allerdings als Dirt Road (nicht asphaltiert) gekennzeichnet und abhängig vom Wetter kann der Straßenzustand sehr unterschiedlich sein. Der Vermieter unseres Wohnmobils hat uns leider untersagt, derartige Straßen mehr als 10 Kilometer zu befahren. Um die Einhaltung dessen zu kontrollieren sind alle Wohnmobile mit einem GPS-Tracker ausgestattet.

Zum Sonnenuntergang haben wir heute auf dem Stuart Highway den Ort Glendambo erreicht. Gefühlt besteht dieser Ort lediglich aus zwei Tankstellen und einem Motel mit angeschlossenen Campground, auf dem wir heute übernachten. Drum herum ist Nichts!

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